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Ingenieure sind heiß begehrt!

Deutschland gehen die Fachkräfte aus. 2007 konnten im Durchschnitt 69.900 Ingenieurstellen nicht besetzt werden – 44 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt sind Ingenieure derzeit in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Hier sind zwei Drittel der offenen Stellen zu vergeben.

Der Mangel an Ingenieuren trifft die deutsche Wirtschaft nicht überraschend. Laut Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kann die Lücke der altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheidenden Ingenieure bereits seit 2004 nicht von neuen Absolventen geschlossen werden.

Gute Ausgangslage für Hochschulabsolventen
Bei der Ausbildung von Fachkräften schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab: Hierzulande kommt auf einen älteren Ingenieur weniger als eine Nachwuchskraft. Zum Vergleich: Bei den meisten anderen Industrienationen ist das Verhältnis eins zu zwei, in Schweden und Irland sogar eins zu vier zu Gunsten der frischen Absolventen.

So prekär die Situation für die deutsche Wirtschaft ist – Ingenieure profitieren von der Arbeitsmarktlage. Im Jahr 2005 waren sie die gefragtesten Absolventen. Der Trend hält weiter an: Auch ein Jahr nach Studienabschluss sind sie deutlich seltener arbeitslos als Akademiker anderer Fachrichtungen. So sank die Zahl der Ingenieure ohne Job zwischen Januar 2005 und April 2008 kontinuierlich um etwa zwei Drittel.
Die Unternehmen locken die heißbegehrten Bewerber oft mit flexiblen Arbeitszeiten und der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Laut einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe freuen sie sich zudem über deutlich höhere Gehälter als andere Beschäftigte. 2006 verdienten Ingenieure 69 Prozent mehr als der deutsche Durchschnittsangestellte und 26 Prozent mehr als Absolventen anderer Fachrichtungen. Auch ältere Semester profitieren von der Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, stellen Unternehmen immer häufiger Ingenieure über 50 Jahre ein.

Die wenigsten Ingeneurjobs werden der Arbeitsagentur gemeldet
Die Bundesagentur für Arbeit registrierte im April 2008 etwa 12.400 freie Ingenieurstellen, das entspricht gerade einmal 13 Prozent des tatsächlichen Bedarfs. Der Grund: In den letzten fünf Jahren meldeten drei Viertel aller Unternehmen nicht eine ihrer offenen Ingenieurjobs der Bundesagentur. Bezogen auf alle Berufsgruppen gilt dies für jeden zweiten bis dritten Arbeitsplatz.

Für die Rekrutierung von Ingenieuren nutzen gerade große Firmen andere Kanäle, wie Stellenanzeigen, segmentierte Online-Stellenbörsen oder die Dienste von Headhuntern. Denn: Je spezialisierter die Fachkraft, desto aufwendiger gestaltet sich die Suche. Kleinere und mittelständische Unternehmen hingegen nehmen eher die Hilfe der Bundesagentur in Anspruch – sie suchen meist Ingenieure, die sie als Allrounder einsetzten können.
Insgesamt bringen ostdeutsche Hochschulen mehr qualifizierten Nachwuchs hervor, als die westdeutschen Nachbarn. Besonders gravierend ist der Mangel an Ingenieuren in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 15.200, sowie in Bayern mit 13.300 unbesetzten Jobs. Abgesehen von Berlin und Brandenburg, wo bisher kein akuter Mangel zu verzeichnen ist, vergrößert sich die Lücke zwischen freien Jobs und geeigneten Absolventen bundesweit.

Bei Ingeneurjobs bleibt das Angebot größer als die Nachfrage
In Kooperation mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) 2.700 Unternehmen zur Lage des Ingenieur-Arbeitsmarktes befragt. Ziel war eine genauere Ermittlung des tatsächlichen Mangels an Fachkräften. Demzufolge verzeichneten die Unternehmen 95.300 freie Ingenieursstellen – dem standen lediglich 22.900 Fachkräfte gegenüber. Dieses Ergebnis spiegelt in etwa den Wert von 2007 wider, als im Durchschnitt circa 69.600 Stellen unbesetzt blieben. Die Zahlen entsprechen einem Anstieg von 44 Prozent gegenüber 2006.

Um die Kluft zwischen offenen Jobs und qualifizierten Kräften zu schließen, müssten 1,8-mal so viele Nachwuchskräfte ihr Ingenieurstudium abschließen wie bisher. An dieser Entwicklung sind vor allem zwei Faktoren beteiligt: Zum einen die anziehende Konjunktur, zum anderen der Wandel zu einer wissensintensiveren Wirtschaft. Um sich dauerhaft im internationalen Wettbewerb zu behaupten, setzen deshalb zwei Drittel aller Unternehmen auf die gezielte Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

IW Köln, 2008

 






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